Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Am 20. Oktober besuchten die 9. Klassen das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg.
Nach der Ankunft wurden die Schülerinnen und Schüler über den Platz und das Gebäude geführt. Die Guides erklärten, wie die Häftlinge hier leben und arbeiten mussten. Dabei wurde deutlich, dass im KZ Flossenbürg zwischen 1938 und 1945 über 100.000 Menschen aus mehr als 30 Ländern inhaftiert waren (z.B. Juden, Behinderte, „Asoziale“, Kriminelle, usw.).
Der Aufbau des Lagers wurde den Schülern sehr gründlich erklärt. Besichtigt haben sie unter anderem noch das Krematorium, das Tal des Todes wo die Hinrichtungen stattfanden und die früheren Duschen, in denen zuerst alle Haare vom Kopf geschoren wurden und sich dann 100-150 Personen in einem Raum duschen mussten. Die Temperatur konnten natürlich nur die SS-Leute einstellen und das war bestimmt nicht an die Wünsche der Gefangenen angepasst.
Die noch stehenden Gebäude durften die Schüler auch betreten. Dazu gehörten: Das Eingangstor, das Gefängnis, die Küche und das Hauptgebäude, in dem die Ausstellungen waren.
Besonders bedrückend waren die Besichtigung der dazugehörigen Ausstellung. Dort wurden die verstörenden Zeichnungen von den Häftlingen ausgestellt. Unter anderem vom Mord an den Inhaftierten durch Erhängung oder standrechtliches Erschießen. Die Ausstellung zeigte auch persönliche Gegenstände und Biografien der Opfer, die das unvorstellbare Leid greifbarer machten.
Zum Abschluss wurde noch der Steinbruch besucht, in dem die Gefangenen unter schwersten Bedingungen Granit abbauen mussten. Diese Zwangsarbeit im Steinbruch war einer der Hauptgründe für die hohe Sterblichkeitsrate unter den Häftlingen.
Die Exkursion diente dazu, die schrecklichen Geschehnisse, die sich dort abspielten, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und daran zu erinnern, was die Häftlinge alles durchmachen mussten.
Verfasst von: Johann Almritter
Bilder: H. B.